Stier-Energie: Der Mai ist gekommen und mit dem Wonnemonat und den ausschlagenden Bäumen und Pferden regt sich auch der Hauptlebensantrieb des Menschen, der Wille zu sein in allen Phasen seiner Entwicklung – als materielles Verlangen, Besitzdenken und dem Verlangen nach materieller / emotionaler Absicherung, als Begierde und Drang nach polaren geschlechtlichen Lebenserfahrungen und Fortbestand, als Verlangen nach Selbsterfahrung, Selbstwert, Bildung und Kultur, als höheres Harmoniebedürfnis und schließlich als geistiges Streben nach Erleuchtung, wobei anstelle von Begierde und Verlangen die Liebe die antreibende Kraft ist.
Neumond – ein neuer „Ton“ wird in einem mystischen Prozess von der Sonne auf den Mond übertragen – als Antwort auf das gegenwärtige Bedürfnis der Erde. Der Neumond-Impuls liegt noch im Unsichtbaren und Unbewussten, hilft jedoch bereits dabei, den Druck und die Trägheit des Alten zu überwinden und neue psychische Fähigkeiten auszubilden. Dazu muss der Boden in uns und in unserem Umfeld vorbereitet sein. Jeden Monat bei Neumond entscheidet unsere Offenheit und Empfänglichkeit über das Ausmaß der Verankerung und Wachstumskraft des neuen Impulses.
Montag, 2. Mai 2011
Donnerstag, 28. April 2011
Resource: UNSCHULD & UNERWARTET
Planet Uranus im Widder und in Tor 25 entfaltet seine Wirkung, indem sich Revolution & Politik mit Persönlichem & Individualität trifft. Die Aufbruchsstimmung der politischen Bewegungen in Ägypten, Libyen und anderen arabischen Staaten haben wir ja mit verfolgen können. Die Menschen sag[t]en plötzlich: „Es reicht! Weg mit den Diktatoren!“ Ihre Leidenschaft für einen Wechsel war/ist nicht aufzuhalten. Dieser Widderpunkt hat eine initiierende Energie, die etwas tatsächlich geschehen lässt. Dahinter steckt eine Passion, die sich in einer unerwarteten Weise entlädt, aber immer in Verbindung mit der Seele [im G Zentrum] verbunden bleibt.Uranus ist bekannt dafür, dass er unerwartete Ereignisse in unserem Leben kreiert. Er bricht unsere vorhandenen psychischen „Schachteln“ auf und manifestiert damit ein neues Leben auf der physischen Ebene. Er bringt einen Umschwung in unser Bewusstsein, das wiederum neue Wege des Seins erzeugt. Er öffnet uns für revolutionäre Intuitionsblitze und für ein Verstehen von kosmischen Mustern. Er erzeugt in uns ein Verlangen nach Neuem, nach Aufregendem, nach Impulsivem, alles, was uns aus alten starren Trampelpfaden der Vergangenheit katapultiert, die nun plötzlich unhaltbar geworden sind. Uranus arrangiert diese Wachstumsimpulse sorgfältig, um uns aus unserem alten Ego hinaus und in ein neues kollektives Bewusstsein anzutreiben.
Freitag, 1. April 2011
Geht noch was? Was? Wie?
Zufällig bin ich in letzter Zeit immer wieder über „Neandertaler“ gestolpert.Nein nicht Menschen, die sich so verhielten, jedenfalls wie der Sprachgebrauch Neandertaler für „Hinterwäldler“ bald mal hernimmt.
Im Gegenteil, da wurde von verschiedenen Wissenschaftlern beleuchtet, wie viel „Neandertaler“ im modernen und zivilisierten Menschen noch vorhanden ist. Ich jedenfalls habe bei diesen wissenschaftlichen Artikeln eifrig vor mich hin genickt, bei Facebook hätte ich zu solcherlei Postings zuerst „like“ angeklickt und dann den „share“ button gedrückt. Und neuerdings mache ich mir Gedanken darüber, ob nicht Twitter die richtige Plattform für intelligente Momentaufnahmen ist, die -abgespeckt auf 140 Zeichen- getweetet werden könnten.
Sonntag, 13. März 2011
Ra Uru Hu – der ‘erste’ Manifestor
Der 12.03.2011 geht in die Geschichte ein. Auf der einen Seite warten wir beängstigt, ob wir nach 25 Jahren den zweiten atomaren Supergau in Fukushima erleben werden. Auf der anderen verlässt uns eben an diesem Tag mit Ra Uru Hu ein Mensch, dessen Impulse mein Leben der letzten 5 Jahre stärker beeinflusst haben als jeder Andere.
BE PRESENT (link zum Video)
Das Wissen, welches Ra Uru Hu wenige Monate nach Tschernobyl erhielt, ist die Human Design Matrix. Es kam zwar erst ca. 20 Jahre später zu mir, dennoch erinnere ich mich sehr gut an die Bewusstseinszustände dieser Zeit.
Die wichtigste Botschaft von Ra Uru Hu für mich
Die Aufgabe eines Manifestors (Initiators) ist es zündender Funken Impulsgeber in dieser Welt zu sein
Freitag, 4. März 2011
Schwimmübungen angesagt? oder Neumond in den Fischen ;)
Ha, in meinen Schwimmübungen schwamm ich zuerst zu Sundra´s Neumondartikel (Link)Dann schwamm Sundra in einem persönliche Mail an mich daher: Möchtest du nicht deine Human Design Betrachtung dazu schreiben?
Ja, ka schlechte Schwimmübung...für das Verstehen, für einen anderen Blickwinkel und/oder für eine alternative Schwimmrichtung :))))
Here you are...wobei es natürlich hilfreich ist, mal zuerst bei Sundra´s Neumondartikel vorbeigeschwommen zu sein.
Also:
Die Sonne/Neumondposition auf 13° y pico (je nach Ort) Fische entspricht dem Tor 63 im Human Design, hergeleitet aus dem Hexagramm 63 im I Ging. Es liegt im sogenannten Kopfzentrum, das allzu gerne alle möglichen Fragen aufwirft, aber noch lieber Antworten auf diese Fragen hätte. In diesem Fall wünscht sich das fragenden Tor 63 logisch nachvollziehbare und zukunftsweisende Antworten. Voraussetzung wäre da prinzipiell, dass ich die Fragen anderen mitteile (also sie frage) und die anderen mir dann eine Antwort geben.
NIEMALS funktioniert dieses Frage und Antwortspiel, wenn ich als Fragende/r mir SELBST die Antworten geben oder sie selbst finden wollte!!!
MITTEILEN, also etwas MIT den anderen TEILEN ist der Schlüssel des Verstehens in diesem logischen Schaltkreis.
Klingt doch logisch, oder?
Mittwoch, 27. Oktober 2010
29.10.10 Venus Konj. Sonne - mit vermehrtem Venusplasma

Bild: Werner Neuner: Venus Plasmaausstoß und kornkreis
Die Schwingungserhöhung auf der Erde ist in vollem Gange, erkennbar u. A. auch an der vermehrten Ausstoßung des Venusplasmas - eine Erhöhung um 60.000 % in den vergangenen 40 Jahren lt. Quelle von New Scientist 31.5.1997 basierend auf NASA-Daten).
Am Freitag, 29.10.10 wird aufgrund der unteren Konjunktion von VENUS und SONNE die Erdatmosphäre wieder mit einer Extra-Portion Venusplasma angereichert. Dieser dreitägige Beschuss (28. – 30.10.) mit venusischen Liebes-Ionen wird die alten Festplatten unserer Denk- und Gefühlssysteme verändern. Ob wir auch in der Lage sind, unser Verhalten und unsere Werte zu ändern, uns vom geldgierigen Materialisten in einen bedingslos Liebenden zu verwandeln, wird sich zeigen. Wir befinden uns weiterhin in einer Phase intensivster Transformationen.
Wir können uns in den Tagen bewusst diesen intensivierten Venusschwingungen aussetzen, uns in die Sonne setzen, Steine und Kristalle in der Sonne aufladen und am Körper tragen oder uns in der Meditation auf die ursprüngliche Einheit der Drei(Sonne-Venus-Erde) konzentrieren.
Bei einer unteren Venus-Konjunktion stehen Sonne-Venus-Erde stehen in einer Reihe - siehe folgender Link Phasen der Venus

Das Pentagramm der Venus am Himmel

Bild: Wikipedia
Beobachtet man den Lauf der VENUS durch den Tierkreis, fallen ihre „Schleifen“ der Rückläufkeitsphasen auf, die innerhalb von 8 Jahren ein Fünfeck – ein Pentagramm ergeben. Von der Erde aus betrachtet wird die Venus alle 19 Monate rückläufig (es erscheint uns so wegen der unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten).
Innerhalb von 8 Jahren hat die Venus 5 Umläufe von jeweils 584 Tagen vollzogen.
In der Formel entsprechen 8 Erdenjahre 5 kompletten Venusdurchgängen (einschließlich der Rückläufigkeitsphase) – von der Erde aus zu beobachten:
8 x 365 Tage = 2920 Tage
5 x 584 Tage = 2920 Tage
Das Verhältnis von 5:3 (=1,666) entspricht dem Goldenen Schnitt (1,618). Im Tierkreis entspricht die Teilung des 360° Kreises durch die Zahl 5 dem schöpferischen Aspekt des Quintils von 72°, was für Dane Rudhyar auch der Grund war, den Tierkreis mit den Sabischen Symbolen in eine innere, inhaltliche Struktur von 5 x 3 x 24 Sequenzen zu strukturieren und zu verstehen.
Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei den Venus-Konjunktionen: Etwa einmal pro Jahrhundert findet innerhalb von 8 Jahren ein doppelter VENUSTRANSIT statt, wenn nämlich die Venus direkt vor der Sonnenscheibe vorbeizieht. Und dieser doppelte Transit geschah /geschieht in unserem Jahrhundert in den Jahren 2004 und 2012. Wir befinden uns also in der Zeit zwischen diesen Transiten, die von starken Transformationen begleitet wird.
Ich habe nun die 5 Horoskope der fünf unteren Venus-Sonne-Konjunktionen vorliegen – ausgehend vom besonderen Venustransit am 8.6.2004. Hier der gegenwärtige Pentragramm-Zyklus:
1. Venustransit 8.6.2004
2. einfache Konj. 13.1.2006
3. einfache Konj. 18.8.2007
4. einfach Konj. 27.3.2009
5. einfache Konj. 29.10.2010
1. Venustransit am 6.6.2012
Mit dem noch folgenden Venustransit 2012 beginnt also ein neuer Fünfer-Zyklus der Venus. Soviel zur Technik.
Das Sabische Symbol für diesen Grad der SONNE-VENUS-Konjunktion 6° Skorpion:
Der Goldrausch zieht Menschen von ihrer Heimat fort.
Schlüssel: Die leidenschaftliche Suche nach neuen Werten, die in jeder Hinsicht ein reicheres leben versprechen.
Look at Mother Nature on the run in the 21st century… (Neil Young: after the goldrush).
Regieren Gold und Geld die Welt oder ist es die Liebe? Habsucht, Gier, Begierde sind eine verzerrte Form der reinen Liebesenergie, hinter der Furcht steht. Ist es in dieser Zeit unter diesen Bedingungen möglich und lebbar für uns, bedingungslose Liebe zu sein? Wir haben in dieser Zeit die Chance, uns nach neuen Werten umzusehen und uns nach ihnen zu richten, ihnen zu folgen.
Vielleicht ist es auch nicht gerade der „Goldrausch“, der uns aus Bekanntem und Vertrautem fortreißt, sondern es sind eher Träume, Ideale, Visionen, denen wir leidenschaftlich folgen und für die wir bereit sind, alles hinter uns zu lassen. In jeden Fall treibt uns die Sehnsucht nach noch intensiveren Erfahrungen und einer allumfassenden Einheit mit einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen. Wir befinden uns hier im fixen Wasserzeichen Skorpion, wo es um den Aufbau von intensiven Gefühlsgemeinschaften und intensiven Gefühlsübereinstimmungen geht – bis zur Besessenheit und zum Fanatismus.
Wir alle - die Bewohner eines Planeten sind betroffen. Welchen Werten folgen wir? Und wohin? Flying Mother Nature’s silver seed to a new home in the sun?
Ich halte mich an meine Vision von der Einheit der Drei: Sonne - Venus – Erde. Und von der Einheit der anderen Drei: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. Was wir sein wollen, sind wir jetzt. Was wir sein können, sind wir jetzt. Was wir immer waren, sind wir jetzt.
In einer stillen Stunde werde ich mich den 5 Sabischen Symbolen des Venus-Pentagramms von 2004 - 2012 in einem separaten Artikel widmen.
Weitere Infos zu der vermehrten Venusseinstrahlung auf der Seite von Werner Neuner
sowie auf der Webseite Kristallmensch.net
Brilon, 27. Okt. 2010
im Auftrag von Venus Urania
;-)
Sundra
Freitag, 22. Oktober 2010
23.10.10 Sonne in Waage - Mond in Widder

VOLLMOND am 23.10.2010 3.37 h MESZ
Lg. 8°34’ O Br. 51°24’ N
SONNE 30° Waage – MOND 30° Widder
Es ist der zweite Vollmond in diesem Jahr auf der WIDDER-WAAGE-Achse (siehe 23.9.10 Vollmond zur Tagundnachtgleiche), da der erste sich auf dem 1. Grad der beiden Zeichen und dieser Vollmond 28 Tage später sich auf dem letzten Grad ereignet.
Die SONNE befindet sich in Konjunktion mit MERKUR im SKORPION, wodurch nun alle merkurischen Angelegenheiten ins helle Licht der Erkenntnis und Klarheit gestellt werden: Verkehr, Vermittlung und Verbindung, innere und äußere Kommunikation, Übermittlung von Wissen, Lernen, Schreiben, Networking. Der Verstand bzw. das intellektuelle Verständnis (Merkur) ist Brückenbauer und Mittler zwischen Sonne und Mond, Persönlichkeit und Seele. Die Leichtigkeit und Neutralität des Denkens wandelt sich im fixen Wasserzeichen zu einem tiefgründigen Forschen, Bohren und Sezieren, zum Hinterfragen und Offenlegen von geheimen Machenschaften (z.B. Wissen als Machtfaktor), im eigenen Denken wie im Außen. Mit zäher Ausdauer und ehrgeizigem Streben können Spannungen ausgeglichen, Konflikte und Widersprüche gelöst und harmonische Beziehungs-Strukturen aufgebaut werden. Die SATURN-Stellung bringt Licht in diese Angelegenheiten.
SATURN in der Waage sei hier vorweg erwähnt, da er in einer besonderen Stellung als einziger Planet auf der Ich-Hälfte des Horoskopbilds steht. Er ist der Strukturgeber, bestimmt und erhält die Strukturen – so auch unseren kleinen Ententeich. Und er zeigt mit dem Finger auf unseren derzeitigen schwachen Punkt: Es sind Probleme zu erwarten bei der Übermittlung von Wissen in den dafür vorgesehenen Bildungseinrichtungen (sprich Schulen, Universitäten). Das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden ist unausgeglichen und destruktiv. Es gibt Überlegene und Unterlegene.
Ein Professor oder Lehrender sollte fähig sein, der jüngeren Generation das angesammelte Wissen der Vergangenheit zu übermitteln. Doch um den Erfordernissen der unruhigen oder turbulenten Jugend gerecht zu werden, muss der Lehrende auch gleichzeitig in der Lage sein, über sein Wissen hinweg zu blicken und seine Studenten als Menschen zu sehen. Junge Menschen brauchen ANLEITUNG und sie brauchen menschliche VORBILDER. Sie brauchen keine Lehrfachspezialisten, die ihnen reines Buchwissen eintrichtern. Wahre überlegene Mittler von Wissen und Erfahrung (die Lehrenden) sind in der Lage, mit weniger weit entwickelten Wesen zusammen zu arbeiten, ihnen gütig zu begegnen, sie anzuleiten und zu schützen – auch vor Stress und Leistungsdruck.
In diesem gesellschaftlich-kulturellen Bereich liegt die derzeit größte Lernaufgabe.
Mit diesem Vollmond begrüßen wir die neue Chance, die Energien und Qualitäten der kardinalen Feuer- und Luftzeichen in ein harmonisches Verhältnis zueinander zu bringen und für unsere Aufgabenbewältigung weise zu nutzen. Hier noch einmal die Thematik der Widder-Waage-Achse.
Es ergänzen sich der Macher und der Denker, Ich und Du, männlich und weiblich, spontanes Handeln und abwägendes Denken, die Handlungsfreude und die nötige Weisheit. Im Buch der Wandlungen findet sich das entsprechende Zeichen 55 Fong, die Fülle: innen Klarheit und außen energische Bewegung. Ein starker Wille setzt sich durch und macht durch gezieltes Handeln auf sich aufmerksam. Selbstbeherrschung ist nötig, um den blinden Aktionismus zu zähmen. Mit kleinen taktischen Schritten wirken, denen auch die anderen folgen können, denn das gemeinsame Gehen ist wichtig. Auf das Demonstrieren von Macht und Stärke darf verzichtet werden, denn es hinterlässt immer Opfer, Leid und einen Teufelskreis an bindenden emotionalen Beziehungen. Die Stärke der überzeugenden Wahrheit liegt in ihrer Sanftmut und wird auch vom Schwächsten ohne Furcht akzeptiert und geschätzt. Erst dann können die größten Ziele und Visionen realisiert und Wirklichkeiten erfolgreich umgestaltet werden.
Bei einem derart ausgewogenen Kräftepotenzial (Widder-Waage und deren Herrscher Venus-Mars) fließen die kosmischen Energien ungehindert der konkreten Materiewelt zu (Erdezeichen, Saturn), finden Anerkennung und Würdigung, wodurch die Grundlage für eine Umgestaltung und Veredelung der Welt gegeben ist.
Wenn wir uns das Sabische Symbol des Widder-Monds ansehen, finden wir diese Aussage bestätigt.
MOND auf 30° Widder:
Ein Ententeich mit kleinen Entchen.
Schlüssel: Erkenntnis der natürlichen Grenzen.

Der Lebensspielraum „kleiner Ententeich“ (oder ist es ein Goldfischglas?) symbolisiert unseren „kleinen“, überschaubaren, begrenzten Handlungs- und Wirkungskreis, für den wir verantwortlich sind, der unserem Schicksal und Dharma entspricht. Auch wenn wir bereits für eine begrenzte Zeit in die Harmonie der Sphären eintauchen oder transzendente Erlebnisse und Einblicke in eine höhere Ordnung haben durften, müssen wir immer wieder zurückkehren auf die Erde, zu unserer irdischen Aufgabe in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen und Umfeld (like „two lost souls swimming in a fish bowl …“).
Gemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal (Geschick) uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden. In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.
Wir haben die Möglichkeit, den Mikrokosmos nach unseren Bedürfnissen zu gestalten und in Übereinstimmung mit unseren Begabungen zu handeln. Denken und handeln wir authentisch, vor allem unter Berücksichtigung unserer natürlichen Grenzen, erreicht uns auch die Harmonie der großen kosmischen Ordnung (des Makrokosmos), schenkt uns Frieden, innere Zufriedenheit und Fülle und großes Vertrauen in unser Schicksal.
Auf der gegenüber liegenden Seite im Tierkreis befindet sich die Sonne auf dem letzten Grad des Luftzeichens Waage.
SONNE auf 30° Waage:
Drei Wissenshügel auf dem Kopf eines Philosophen
Schlüssel: Die Erfüllung der menschlichen Kraft des Verstehens, ganz gleich auf welcher Daseinsebene die Person tätig ist.

Etwas für Schädelforscher (Phrenologen)? Ich denke dabei gleich an Trismegistos (den „dreimal Großen“), den griechischen Gott Hermes in seiner Verschmelzung mit dem alt-ägyptischen Thoth. Er soll zugleich der größte der Philosophen, der größte Priester und größte König gewesen sein (Wikipedia)*. Auch im Denken finden wir eine dreifache Funktion: abstraktes Denken, materiell konkretes Denken und die Intuition. Die Zahl Drei zeugt von Spannung, Dynamik, Rhythmus und bringt Schöpferkraft zum Ausdruck. Die Dreiheit deutet auf Vollständigkeit und Vollendung hin, bringt Lösung und neues Strömen. Vor allem ist sie das Element unseres Willens, der Idee, und die Frucht (das Kind) der Vereinigung der Zwei (Mann & Frau, Sonne & Mond).
Auf diese Einheit der Drei weist auch die Vollmond-Konstellation hin: Sonne – Mond – Merkur als Vater – Mutter – Kind. Die Gottheit erscheint häufig in dreifacher Gestalt, als Trinität. Wo die DREI auftaucht, geschieht etwas, kommt die Energie in Fluss, gewinnt das Leben Richtung, wird wie beim Dreieck etwas auf den Punkt gebracht.
Ein Philosoph („Freund der Wahrheit“) ist ein Denker, der die Wahrheit, das Schöne und Gute liebt und begehrt (so Platon in seinem Symposium / Gastmahl). Sein Kopf ist kein Speicherplatz für Lexikon-Wissen sondern zeigt „drei Wissenshügel“, die auf ein reifes, vollendetes Verstehen hindeuten. Erfahrene Lebensprozesse werden von zwei Seiten angeschaut und durchleuchtet, bis sich im schöpferischen Prozess die Frucht des reifen Verstehens zeigt - als Weisheit, gepaart mit Liebe und Güte. Ein Philosoph ist ein Mensch der Weisheit, seine Einstellung zum Wissen ist holistisch - im Unterschied zum Menschen der Wissenschaft, der sein Wissen vermehren und erweitern will. Philosophisches Verstehen ist an keine akademischen Titel und erfolgreiche Lehr-Abhandlungen gebunden. Weisheit und Güte sind die Früchte reifer Erkenntnis aller Beziehungen im Universum.
In dieser Erkenntnis liegt der Sinn der Vollmond-Konstellation auf dem letzten Grad von Widder und Waage. Aufgrund des Transzendierens von Widerspruch und Gegensatz und mit der Erkenntnis der geistigen Verbundenheit von allem ist der Mensch reif für die wirkliche Kommunion, für die Vereinigung mit dem Nicht-Ich oder einem größeren Selbst.
MERKUR auf 4° SkorpionEin Jugendlicher trägt eine brennende Kerze (zu einem frommen Ritual).
Schlüssel: Die erzieherische Kraft von Zeremonien, die die großen Bilder einer Kultur auf die versammelten Teilnehmer übertragen.
Wir befinden uns im fixen Wasserzeichen Skorpion, wo die Ichgrenzen zugunsten kollektiver Verbindungen und Gruppen teilweise oder ganz überschritten werden. Mit leidenschaftlichem Engagement stellt der Mensch seine Kraft in den Dienst der Gemeinschaft, erfährt ein Eingebundensein und tiefe emotionale Verbundenheit, die durch gemeinsame Rituale immer wieder aufs Neue gestärkt und gepflegt wird – bis zu einem Zeitpunkt, wo der Mensch einen Anspruch auf Individualität geltend macht und alle traditionellen Rituale, die ihn an die bisherige Gemeinschaft gebunden haben, von sich weist… als ein Akt der Befreiung und Loslösung… vielleicht auch nur zu dem Zweck, sich anderen Vereinigungen und ihren Ritualen zuzuwenden.
Das Ritual wird hier als eine Methode zum Aufbau einer Gefühlsgemeinschaft gezeigt. Jeder von uns kennt die emotionale Kraft von Symbolen und kollektiven Zeremonien, kennt ihren erzieherischen und prägenden Einfluss auf das Leben des Einzelnen, ganz gleich, ob es sich um die sonntägliche Zeremonie von Gottesdiensten oder Fußballspielen handelt, um eine Parade und Ehrung für Kriegshelden oder die großen zyklischen Jahresfeste. Das gemeinschaftliche Tun stärkt sowohl den Einzelnen als auch die ganze Gruppe. In gemeinsam gestalteten und erlebten Rituale fühlen sich alle Teilnehmer eins. Kinder und Jugendliche zeigen meist großes Interesse an den Demonstrationen kollektiver Wertvorstellungen. Sie werden im Denken und Fühlen von den Symbolen geprägt, füllen mit Begeisterung ihren Platz aus, werden selbst angefüllt mit großen, erhabenen Bildern, fungieren als Bild- und Lichtträger im Dienst eines größeren Ganzen.
Unser Leben ist von Übergängen und ihren Ritualen geprägt: Geburt, Taufe, Schuleintritt/ Austritt, Erwachsenwerden, Eingehen und Lösen von Verpflichtungen / Aufgaben, Hochzeit, Jubiläum, Initiationen und Weihen aller Art, Berufswechsel, Identitäts- und Rollenwechsel, Pensionierung, Trennung, Abschied. Die meisten dieser Rituale werden in der Gemeinschaft mit anderen gefeiert und gestaltet, sie helfen dem Einzelnen beim Loslassen des alten Lebensabschnitts, bei der Neu-Orientierung, geben Kraft für den neuen Zyklus, den nächsten Schritt. Sinn und Kraft von Ritualen / verwendeten Symbolen / rituellen Objekten liegen darin, eine tiefe Glaubens- oder Gefühlsgemeinschaft aufzubauen, die alle Teilhabenden an der Wurzel ihres Wesens eint.

Es ist an der Zeit, in Schulen und Universitäten neue Strukturen und Rituale einzuführen, die vom guten Willen zu harmonischen Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden zeugen. Es ist auch an der Zeit, dass in den neuen Bildungs-Strukturen Raum ist für gütige, weise und lebenserfahrene Menschen, die den ihnen anvertrauten heranwachsenden Menschen neben Wissen auch menschliche Werte vermitteln können - durch ihre reine Anwesenheit und Authentizität.

Brilon, 22. Okt. 2010
Sundra Kanigowski
Abonnieren
Posts (Atom)