Montag, 2. Mai 2011

3.5.2011 Stier-Neumond mit AltLasten

Stier-Energie: Der Mai ist gekommen und mit dem Wonnemonat und den ausschlagenden Bäumen und Pferden regt sich auch der Hauptlebensantrieb des Menschen, der Wille zu sein in allen Phasen seiner Entwicklung – als materielles Verlangen, Besitzdenken und dem Verlangen nach materieller / emotionaler Absicherung, als Begierde und Drang nach polaren geschlechtlichen Lebenserfahrungen und Fortbestand, als Verlangen nach Selbsterfahrung, Selbstwert, Bildung und Kultur, als höheres Harmoniebedürfnis und schließlich als geistiges Streben nach Erleuchtung, wobei anstelle von Begierde und Verlangen die Liebe die antreibende Kraft ist.

Neumond – ein neuer „Ton“ wird in einem mystischen Prozess von der Sonne auf den Mond übertragen – als Antwort auf das gegenwärtige Bedürfnis der Erde. Der Neumond-Impuls liegt noch im Unsichtbaren und Unbewussten, hilft jedoch bereits dabei, den Druck und die Trägheit des Alten zu überwinden und neue psychische Fähigkeiten auszubilden. Dazu muss der Boden in uns und in unserem Umfeld vorbereitet sein. Jeden Monat bei Neumond entscheidet unsere Offenheit und Empfänglichkeit über das Ausmaß der Verankerung und Wachstumskraft des neuen Impulses.

Worum geht es bei diesem Stier-Neumond und welche Lebensbereiche sind betroffen?
Durch die massive Besetzung der ersten beiden Zeichen Widder (5 Planeten) und Stier (Sonne/Mond) heißen die Themen Aufbruch, Entscheidung, Wille zur Tat und Veränderung, Mobilisierung gegen Widerstand und Unterdrückung (Widder) sowie Aufbau und Manifestation neuer Werte und geistigen „Kapitals“ (Stier im 11. Haus).

Welches Bild zeigt das Sabische Symbol des Neumonds?

Sonne / Mond 13° STIER
„Ein Träger schleppt schwere Gepäckstücke“


Wer ist der Träger dieser Lasten?
Du und ich, die Menschheit, ein bestimmtes Volk, die armen (Erb-)Sünder, die Opfer alter Machthaber von Kirche, Staat und Gesellschaft, die Opfer und Täter materialistischen Denkens, ehrgeizige Gewinn- und Erfolgssüchtigen.
Sprüche wie diese fallen mir ein: Einer trage des anderen Last… Jeder hat sein Kreuz / sein Päckchen zu tragen… Ich habe mit jemandem mein Kreuz (eine schmerzvolle Aufgabe/ Pflicht)… Es ist ein Kreuz mit ihm… Jesus wurde ans Kreuz geschlagen, um die Sünden der Menschen zu tragen... Ein anderer trägt psychische und geistige Lasten mit sich herum, trägt ein Zeichen der Schuld in seinem Namen, seiner Geschichte, seinem Erbe. Das Kainsmal ist heute der Stempel, den wir anderen aufdrücken, um sie abzustempeln und auf das festzunageln, was wir uns als Bild von ihnen gemacht haben. Ein Volk / eine Nation trägt Schuld am Leid vieler Menschen, z.B. als Verursacher von Kriegen. Ein anderer trägt die Last von Schulden nach einer Kauforgie oder einem Bankrott – der Preis für die Integration in ein gesellschaftliches Muster. Wer ist frei von dieser gesellschaftlichen Bürde, erlöst vom Kauf- oder Geltungszwang, immun gegen die Eigenmobilisierung zum Nutzen der Gesellschaft?

Forschen wir tief. Wer hat uns das Tragen schwerer Lasten und Schuld(en) verordnet oder eingeredet? Und aus welchem Grund wurden / werden z.B. gläubige Menschen von der Kirche moralisch abgewertet und als Sünder abgestempelt? Und aufgrund welcher Überzeugungen, Sichtweisen und Entsprechungen in uns nahmen und nehmen wir das Gepäckstück an, schleppen uns damit ab bis zum Krankwerden und Umfallen, gönnen uns keine Freude, keine Lust an dem was ist?
Warum hecheln wir Werten wie materiellem Besitz, Gewinn, Absicherung oder Erfolg, Ansehen, Prestige, Status hinterher und nehmen dafür sogar all die so genannten Zivilisationskrankheiten in Kauf?

Niemand kann die Last eines anderen tragen – auch kein Jesus. Jeder trägt selbst die Verantwortung für sein Denken, Fühlen und Handeln. Wir können den Zustand der Welt, die Gegenwart von Gewalt, Krieg, Gewinnsucht, Habgier, Neid, Geltungsdrang etc. nicht anderen Menschen oder Nationen aufladen, denn was wir verdammen, verabscheuen oder ablehnen, ist der dunkle Fleck in uns selbst. Je vehementer wir Eigenschaften oder Menschen ablehnen desto intensiver widmen wir uns wahrscheinlich dem Moralisieren – als Einzelne wie als Volk und Nation.
Was macht das „schlechte“ Gewissen mit uns, wenn wir uns schuldig fühlen, schwer an Schuld und Last tragen, oft aufgrund uralter Verfehlungen, die wir uns bis heute nicht verziehen haben.

Saturn 12° Waage
Bergarbeiter tauchen aus einem tiefen Kohleflöz an die Oberfläche auf.

Der Neumond empfängt ein Quinkunx (langer grüner Denk-Aspekt) vom Waage-Saturn aus dem seelischen Bereich. Diese Verbindung lässt sich anhand der beschriebenen Bilder gut nachvollziehen. Altlasten werden zutage gefördert und für den Prozess der Erleuchtung verwendet. Es ist die Aufforderung an jeden einzelnen, tief in die Schichten des persönlichen und kollektiven Unbewussten hinabzutauchen und von dort die uralten Reste einer früheren lebendigen Substanz zutage zu fördern. Das Material (Kohle), das dort unten im Inneren der Erde unter Gefahren und großen Anstrengungen aus dem Stollen der menschlichen Vergangenheit „gehauen“ und somit ent-erdet wird, wird hernach in Wärme, Kraft und elektrisches Licht für die Mitmenschen verwandelt.

Dieses Symbol zeigt die Notwendigkeit einer soziokulturellen Arbeit für das Kollektiv, auf der Suche nach Wissen und Erkenntnis immer tiefer in der dunklen (inneren) Wirklichkeit unseres irdischen Daseins zu graben und mit den dort gewonnenen Stoffen das „Feuer des kollektiven Denkens einer Gesellschaft am Brennen halten“. Dem unterirdisch gelagerten Stoff wird auf diese Art seine Schwere genommen. Es handelt sich um nichts Geringeres als eine Stoffumwandlung von Materie in Geist, vom Groben zum Feinen, vom Schweren zum Leichten.

Damit kommen wir einer Aufgabe im Wassermannzeitalter näher: dem Vorgang der Dematerialisierung, dem Leichterwerden der Materie, der Verlagerung von der physischen zur ätherischen Ebene.
Die Zeit des blinden Glaubens ist vorbei. Im Zeitalter von Aquarius gehen wir alle den Weg des direkten Wissens. Die Annäherung an die Wahrheit erfolgt eher auf wissenschaftliche denn auf mystische Weise.

Der dritte Planet im Bunde des großen dominanten Dreiecks dieses Neumonds ist Pluto mit dem Sabischen Symbol von 8° Steinbock:
In einem Haus voll Sonnenschein singen domestizierte Vögel.
Übersetzt: ein vor Freude strahlender singender Körper!
Wenn wir den Wert unserer Begrenzungen (Körper) akzeptieren und uns für das Licht des Lebens offen halten, laden wir die spirituellen Kräfte (Vögel) ein und können auch in dieser gegenwärtigen chaotischen Welt ein gesundes Leben führen und Freude finden an der Rolle, die wir gerade verkörpern. Die Kraft des Ganzen erhält uns dank unserer Teilhabe an einem größeren Ganzen.

Grüne Maiengrüße von der Almequelle
Sundra

Bildquelle:
Grafiken Horoskop und V.I.T.R.I.O.L
(C) Sundra Kanigowski
unter Verwendung eines Logos (Wind & Solar Power) von (C) Maximilian Suchy-Oehme, Wien
Vielen Dank Max und Ingeborg!